Stadtverwaltung Kitzscher

Wunderschöne Weihnachtszeit

`Wunderschoene
Frauenchor Kitzscher mit Heimspiel im sanierten Rathaus
 
Um es vorweg zu nehmen: Es war ein gelungenes Weihnachtskonzert des Frauenchores Kitzscher. Die Liedauswahl der Damen fiel internationaler als gewohnt aus. Neben alten und neuen kirchlichen und weltlichen Weihnachts- und Winterliedern erklangen Melodien aus Frankreich, Slowenien, Wales, Böhmen, Dänemark, Ungarn, Schweden, Norwegen, Irland und in moderner Form aus den USA. Ein Höhepunkt und der Abschluss des 1. Teils war die Violin – Darbietung von Christina Gerber, begleitet von der Leiterin des Frauenchores, Steffi Gerber, am Klavier. Mutter und Tochter präsentierten eindrucksvoll das „Ave Maria“ von Chilio Caccini.
 
Der 2. Teil brachte der Hörerschaft beschwingte, aus Funk- und Fernsehen bekannte Weihnachtslieder. Die Damen schlossen diesen Teil des Konzertes mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ unter erster zarter Beteiligung des Publikums.
 
Nach dem Konzert berichteten die Sängerinnen von einer nicht abzusprechenden Anspannung im Vorhinein. War diesmal doch einiges Neues von den Protagonistinnen zu bewältigen. So hatten sie in einem Konzert erstmals den Weggang von gleich vier wichtigen Sängerinnen zu verkraften, welche den Chor aus privaten oder beruflichen Gründen verlassen mussten. Dafür waren auf der Bühnentreppe vier neue Gesichter zu sehen. Deren Leistung im Konzert ist noch höher einzustufen, muss man bedenken, dass sich die neuen Mitglieder innerhalb kürzester Zeit 20 Lieder und deren individuelle Präsentation aneignen mussten. Allesamt haben das prima gemeistert. Die Alteingesessenen waren sehr stolz.
 
Herausgehoben werden kann der neue Part der Sängerin Simone Wübbeke. Sie hatte sich bereit erklärt, in die sehr großen Fußstapfen von Frau Carla John zu treten und die Moderation der Veranstaltung zu übernehmen. Der Tritt in die Fußstapfen gelang. Ein Grund dessen war sicher die Vorgehensweise, Karla John nicht kopieren zu wollen. Sie verfolgte ihre eigene Linie, am Anfang etwas unsicher, verständlich vor vollem Haus. Dennoch war ihr Vortrag neu und mit Humor. Sie umrahmte die einzelnen Teile des Konzerts mit der Weihnachtsgeschichte des kleinen Bären Thomas Müller. Mit Bedacht wählte die „Neue“ die Geschichte des kleinen Teddybären, welchem in einer Art Road Trip lustige und traurige Geschichten auf seinem Weg zurück zu seiner Familie am Weihnachtsabend wiederfahren. Chor und Fans wünschen Frau Wübbeke auch in Zukunft ein gutes Händchen und viel Erfolg bei den künftigen Moderationen.
 
Großen Anklang beim Konzert am 1. Adventsamstag fand überdies die Inbetriebnahme des neuen Rathausfahrstuhls für gehbehinderte Gäste. Die Nutzer bedankten sich im Anschluss nachdrücklich bei der Stadtverwaltung. Einhelliger Tenor: „Endlich können wir trotz körperlichen Einschränkungen die Veranstaltungen des Frauenchores im Dachgeschoss des Rathauses besuchen.“
 
Zum Abschluss dankte die Chorleitung stellvertretend für alle Mitglieder den großherzigen Spendern und wünschten sich ein Wiedersehen zum Frühlingskonzert.
 
Grüttner/Schumann
 
Vorschaubild: Erst erklang Christus natus est aus dem Foyer im Dachgeschoss – dann betrat der Frauenchor die Bühne des Festsaales
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