Stadtverwaltung Kitzscher

Ein kurzer geschichtlicher Rundgang durch Kitzscher

Kitzscher mit seinen Ortsteilen Dittmannsdorf / Braußwig, Hainichen, Thierbach und Trages liegt etwa 7 km nordöstlich von Borna. Es befindet sich am Südostrand der Leipziger Tieflandsbucht und am Ostrand des Bornaer Braunkohlenreviers.
 
Die Entstehungsgeschichte von Kitzscher begann im 6. und 7. Jahrhundert als Sorben in unser Gebiet kamen und eine Siedlung rodeten. Aus dieser Zeit stammt auch der Name, der sich aus dem Altsorbischen ableitet.
 
Im 11. / 12. Jahrhundert siedelten sich hier deutsche Bauern an. In einer Stiftungsurkunde im Kloster Grimma wird das Dorf im Jahr 1251 erstmals erwähnt und bezieht sich in seinem Namen auf ein 1676 ausgestorbenes Adelsgeschlecht - Guntherus de Kiczschere.

Es folgten Jahre der Pest und zahlreiche Kriege. Bis zu Beginn unseres Jahrhunderts prägten bäuerliche Gehöfte und das Rittergut das Ortsbild. Der letzte Besitzer des Rittergutes war Curt von Arnim und nach dessen Enteignung erfolgte der Abriss des Schlosses.

Das älteste Bauwerk ist die Kirche, deren Ursprünge bis auf die Zeit um 1200 zurückreichen. 1685 wurde sie umgebaut und erweitert und war von 1787 bis 1797 die Wirkungsstätte von Gustav Friedrich Dinter.

Mit der Entwicklung des Braunkohlebergbaus veränderte sich auch der Charakter des Ortes. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wird nach Entwürfen des Leipziger Architekten Professor Schiemichen eine Bergmannsiedlung errichtet. Sie ist die größte noch erhaltene Siedlung der bergmännischen Industrialisierung in Sachsen. Mit dem Bau des Kraftwerkes Thierbach und durch Eingemeindungen steigt die Zahl der Einwohner. Aus dem einstigen Dorf wird eine Arbeiterwohnstadt. Am 5. Oktober 1974 erhält Kitzscher das Stadtrecht.
 
Mit der Wende 1989 endet auch der Bergbau in der Region. Wieder verändert die Stadt ihr Erscheinungsbild. Es wird begonnen das Straßennetz zu erneuern, Gebäude und öffentliche Einrichtungen werden saniert und modernisiert. Viele bauliche Veränderungen finden statt. 1994 wird das Rathaus im ehemaligen Schulgebäude eingeweiht. Im Stadtzentrum entsteht 2000 mit der Gestaltung des Marktplatzes ein neuer attraktiver Anziehungs- und Mittelpunkt. Ebenfalls in diesem Jahr erhält die Feuerwehr mit dem Bau eines Feuerwehrgerätehauses ein neues Domizil. Im Jahr 2001 feierte Kitzscher sein 750 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde das Heimatmuseum eröffnet. Höhepunkte der Feierlichkeiten waren der historische Festumzug und ein Höhenfeuerwerk als krönender Abschluss.

Die Erschließung des Industrie- und Gewerbezentrums „Goldener Born" auf der Fläche des Kraftwerkes Thierbach soll für eine Neuansiedlung von Firmen sorgen, um damit Arbeitsplätze zu schaffen.
 
Ein Landschaftswandel vollzieht sich mit der Rekultivierung der ehemaligen Tagebaue. Der Bockwitzer See und die Trageser Halde mit dem 2002 errichteten Aussichtsturm werden zu Naherholungsgebieten umgestaltet. Für die Freizeitgestaltung stehen Bürgern viele Vereine zur Verfügung. Die bekanntesten sind die Fußballvereine, der Karnevals- und Heimatverein sowie der Frauenchor.

Olejniczak
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