Stadtverwaltung Kitzscher

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Ausstellungsdauer: 10.3.2020
Rathaus Kitzscher, Ernst-Schneller-Straße 1
 
Im Rahmen des Projektes wurden lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler und pro Ort je eine Kuratorin eingeladen, sich zusammen mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Akteuren vor Ort mit dem Leben und den Transformationsprozessen in ländlichen Städten auseinanderzusetzen. In dieser Zusammenarbeit entstanden ortsspezifische künstlerische Arbeiten, die zentrale Aspekte, Probleme, spezifische Phänomene und aktuelle Fragestellungen in den Orten aufgriffen. Die Grundsatzfrage lautete immer: Welche Bedingungen muss ein Ort oder eine Stadt im ländlichen Raum erfüllen, um ein „Zuhause“ zu sein und um es langfristig zu bleiben?
 
Die drei Stationen:
 
In Markkleeberg erforschte die Kuratorin Julia Schäfer von der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig mit vier Künstlerinnen und einem Künstler auf unterschiedliche Weise das Thema „Zuhause“. Carolin Ziemann veranstaltete z.B. einen Filmspaziergang und zeigte an ausgewählten Hauswänden Kurzfilme, Karoline Schneider gestaltete mit den Markkleeberger*innen eine neue Amtskette für den Oberbürgermeister. Karen Winzer untersuchte Nachbarschaften im Equipagenweg und erstellte aus ihren Erkenntnissen eine Schallplatte. Yvonne Kuschel sammelte und zeichnete für ihr Heft „Am Rande des Abgrunds ist die Aussicht schöner“ Geschichten und Eindrücke zum See und Bernd Krauß erweckte an einem Wochenende den Gaschwitzer Golfclub wieder zum Leben.
Die Kuratorin und Kunstvermittlerin Constanze Müller (Kunstraum D21 in Leipzig) leitete die Projektstation in Kitzscher. Mit der Eröffnung des "Bundesministeriums für blühende Landschaften" griff der Künstler Daniel Theiler auf ironische Weise das Wendeversprechen für den Osten auf. Tina Mamczur fragte in ihrer „Wunschzettel-Aktion“ nach Ideen für die Zukunft der Stadt und entwickelte daraus Zeichnungen. Simon Korn konzipierte im Gespräch mit den Kitzscheraner*innen den „100 Sehenswürdigkeiten – Spaziergang“. Martin Haufe begab sich auf die Suche nach Konflikten in der Stadt und Eriz Moreno beschäftigte sich mit „invasiven“ Pflanzen und eröffnete im Kleingartenverein seinen „fluggarten“.
 
 
Ausstellung HomeSickHome in Kitzscher
 
Nach Rötha und Espenhain lud die Kunstvermittlerin Yvonne Anders die mehrsprachige Radiogruppe „Common Voices“ ein, die die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, den Bürgermeister sowie Akteure und Interessierte an einem Runden Tisch zusammenführte. Es entstand das arabisch-deutsche Radio-Feature „Zuhause im Transit“, das von Radio Corax (95.9 FM) gesendet wurde. "HIER" nannten die Künstlerin Ina Weise und der Künstler Marcus Große ihre exemplarische Installation zu den Lebensbedingungen im ländlichen Raum in der ehemaligen Sparkasse am Markt. Außerdem führte das Chorensemble Treta Mominka, das vor Ort nach Liedern mit Bezügen zu Rötha und Espenhain recherchierte, ein Konzert in der St.Georgenkirche auf.
 
Die Dokumentationsausstellung zeigt einen Überblick der künstlerischen Arbeiten und Veranstaltungen aus allen drei Orten. Bisher war die Ausstellung im Landratsamt in Borna, in der Bibliothek in Rötha und im Kulturhaus in Böhlen zu sehen.
 
Wir danken dem Landratsamt in Borna, der Stadtbibliothek Rötha, dem Kulturhaus Böhlen und dem Bürgermeister der Stadt Kitzscher für die Kooperation und die Bereitstellung der Räumlichkeiten!
 
Ina Luft
Kulturbahnhof e.V.

 

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