Stadtverwaltung Kitzscher

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung - „HOME SICK HOME“

`Herzliche

3. Dezember 2019, 17:00 Uhr

Kulturhaus Böhlen

Leipziger Str. 40, 04564 Böhlen

 

 In dieser Zusammenarbeit entstanden ortsspezifische künstlerische Arbeiten, die zentrale Aspekte, Probleme, spezifische Phänomene und aktuelle Fragestellungen in den Orten aufgriffen. Die Grundsatzfrage lautete immer: Welche Bedingungen muss ein Ort oder eine Stadt im ländlichen Raum erfüllen, um ein „Zuhause“ zu sein und um es langfristig zu bleiben?

In der Dokumentationsausstellung, die vom 22.11.2019 bis Mitte Januar 2020 im Kulturhaus in Böhlen zu sehen sein wird, erhalten Sie einen Überblick zu den künstlerischen Arbeiten und Veranstaltungen aus allen drei Orten. Bisher wurde die Ausstellung im Landratsamt in Borna gezeigt und ist aktuell bis zum 21. November in der Bibliothek in Rötha zu sehen, weitere Stationen in Kitzscher und Markkleeberg sind geplant.
In Markkleeberg erforschte die Kuratorin Julia Schäfer von der Galerie für zeitgenössische in Leipzig mit vier Künstlerinnen und einem Künstler auf unterschiedliche Weise das Thema „Zuhause“. Carolin Ziemann veranstaltete z.B. einen Filmspaziergang und zeigte an ausgewählten Hauswänden Kurzfilme, Karoline Schneider gestaltete mit den Markkleeberger*innen eine neue Amtskette für den Oberbürgermeister. Karen Winzer untersuchte Nachbarschaften im Equipagenweg und erstellte aus ihren Erkenntnissen eine Schallplatte. Yvonne Kuschel sammelte und zeichnete für ihr Heft „Am Rande des Abgrunds ist die Aussicht schöner“ Geschichten und Eindrücke zum See und Bernd Krauß erweckte an einem Wochenende den Gaschwitzer Golfclub wieder zum Leben.

Die Kuratorin und Kunstvermittlerin Constanze Müller (Kunstraum D21 in Leipzig) leitete die Projektstation in Kitzscher. Mit der Eröffnung des Bundesministeriums für blühende Landschaften griff der Künstler Daniel Theiler auf ironische Weise das Wendeversprechen für den Osten auf. Tina Mamczur fragte in ihrer „Wunschzettel – Aktion“ nach Ideen für Zukunft der Stadt und entwickelte daraus Zeichnungen. Simon Korn konzipierte im Gespräch mit der Kitzscheraner*innen den „100 Sehenswürdigkeiten – Spaziergang“. Martin Haufe begab sich auf die Suche nach Konflikten in der Stadt und Eriz Moreno beschäftigte sich mit „invasiven“ Pflanzen und eröffnete im Kleingartenverein seinen „fluggarten“.

Nach Rötha und Espenhain lud die Kunstvermittlerin Yvonne Anders die mehrsprachige Radiogruppe „Common Voices“ ein, die die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, den Bürgermeister sowie Akteure und Interessierte an einem Runden Tisch zusammenführte. Es entstand das arabisch-deutsche Radio-Feature „Zu Hause im Transit“, das von Radio Corax (95.9 FM ) gesendet wurde. "HIER" nannten die Künstlerin Ina Weise und der Künstler Marcus Große ihre exemplarische Installation zu den Lebensbedingungen im ländlichen Raum in der ehemaligen Sparkasse am Markt. Außerdem führte das Chorensemble Treta Mominka, das vor Ort nach Liedern mit Bezügen zu Rötha und Espenhain recherchierte, ein Konzert in der St.Georgenkirche auf.

Die Ausstellung wird gefördert durch: 

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