Stadtverwaltung Kitzscher

Meine ersten 14 Tage - so verlebte ich als Auszubildende meine ersten zwei Wochen

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„Du bist wohl hier die Neue?“ Mit dieser Frage von Frau Schleifer, der Sekretärin, begann ich, Liska Keiter, meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, am 03.09.2018 um 07.00 Uhr, als ich vor dem Sekretariat wartete. Diese 10 Minuten, die sich für mich allerding wie eine halbe Ewigkeit anfühlten, waren das aufregendste an diesem Montag, wie ich fand.
 
Herr Schumann, mein Ausbildungsbeauftragten, lernte ich erst später kennen. Er stellte mir die anderen Mitarbeiter vor und zeigte mir, wie das Rathaus aufgebaut ist. Zu meiner Freude sah ich das erste Mal mein eigenes Büro. Nein, sie haben sich nicht verlesen, es ist tatsächlich mein Büro. Zudem bekam ich meine erste Aufgabe. Ich sollte zwei Artikel schreiben, einen über das Feuerwehrfest und den anderen über die Verabschiedung von Herrn Udo Fischer, den ehemaligen Hausmeister der Oberschule. Zuerst dachte ich, dass das nur eine Art Test sei, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie das später wirklich in das Amtsblatt rein packen wollten. Wieso? Naja sagen wir es mal so, ich bin nicht gerade Goethe.
 
Da ich reichlich zu tun hatte, ging die erste Woche schnell rum. Vom Sortieren der Archivakten, was mir viel Spaß machte, bis zur Arbeit mit den Personalakten, was mir allerdings noch nicht so lag, war alles dabei. Doch wie sagte Herr Schumann so schön: „Die Arbeit mit den Akten, lernst du mit der Zeit lieben.“ Mit dem „grünen Ungeheuer“ hatte ich ebenfalls zu tun. Was damit gemeint ist? Nun ja, auf jeden Fall kein Ungetüm das sich im Keller des Rathauses versteckt. Vorschriftensammlung für die Verwaltung in Sachsen oder kurz VSV genannt, das steckte hinter dem Begriff „grünes Ungeheuer“. Für alle die immer noch Fragezeichen sehen, die VSV ist eine Loseblattsammlung und enthält wichtige Gesetze und Verordnungen des Europa-, Bundes- und Landesrechtes, die für Sachsen gelten. Es ist somit ein Hilfsmittel, welches ich in meiner Ausbildung verwende. Schnell war die erste Woche vorbei und ich kann sagen, dass ich besonders von dem herzlichen Willkommen der Mitarbeiter beeindruckt war.
 
In der zweiten Woche durchlief ich die Kämmerei, wo ich mit Herrn Fröbel die Hundesteuer an- und abmeldete und vorher mit Rechnungen arbeitete, als ich bei Frau Renner eingeteilt war. Über welchen Tisch die Abrechnungen von Kita und Hort laufen, lernte ich Mittwoch bei Herrn Marticke, als wir diese genauer bearbeiteten.„Bitte wunder dich nicht, wenn es bei uns mal etwas lauter wird. Das ist hier immer so und danach haben wir uns alle wieder lieb.“ Diesen netten Satz hörte ich von Herrn Baaske, als ich Ende der Woche im Ordnungsamt eingesetzt war. Sehr hilfreich waren die Tipps, die ich von Frau Ender bekam, bei meiner Arbeit in der Meldestelle. Ich meine, wer würde es besser wissen, als die ehemalige Auszubildende der Stadt Kitzscher. Ebenfalls wurde mir gezeigt, wie man beispielsweise, einen Personalausweis beantragt oder eine Person ummeldet.
 
Als meine ersten zwei Wochen zu Ende gingen, hatte es mir insgesamt sehr gut gefallen. Auch die Eingliederung fiel mir bei einer so heiteren Stimmung untereinander nicht schwer. Man könnte sagen, mein Start war ein voller Erfolg. Ach übrigens, schafften es meine Artikel tatsächlich in das Amtsblatt, also habe ich meinen Test bestanden.
 
Liska Keiter

 

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