Stadtverwaltung Kitzscher

"Zeitsprünge" - Historische Malereien von Siegmund Kokot im Heimatmuseum Kitzscher

`"Zeitsprünge"
Franz Waberzeck eröffnete pünktlich am 3. Sonntag des Jahres um 14:00 Uhr die Ausstellung. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste stellte er gemeinsam mit dem Protagonisten, Siegmund Kokot in einem zwanglosen und lockeren Gespräch die Ausstellung vor. Siegmund Kokot beschrieb dabei eindrücklich seine Gemälde, welche vornehmlich in Öl, aber auch mit diversen anderen Maltechniken gefertigt sind. Der Vorsitzende des Heimatvereins trug mit seinem tiefgreifenden geschichtlichen Hintergrundwissen zu einem lehrreichen Nachmittag bei.
Im Rückblick seines Schaffens erklärte der Künstler, dass er bereits in seiner Jugend den Hang zur Malerei entdeckt habe. „Leider blieb mir das Studium für Kunsterziehung, welches mein großes Ziel war, verwehrt und so wurde ich Elektriker im Braunkohlenkombinat Espenhain.“, erläuterte der heutige Bornaer mit einem Augenzwinkern. Die künstlerische Leidenschaft verließ ihn dabei jedoch nie so ganz, auch wenn es eine Zeit gab, in welcher Beruf und Familie wichtiger war. Später fand er zur Kunst zurück. Waren anfänglich Bleistift und Kugelschreiber seine Werkzeuge, erweiterte er später sein Repertoire mit Kreide-, Aquarell- und schließlich Ölmalerei.
 
Den Kern der aktuellen Ausstellung „Zeisprünge“ bilden vor allem Werke aus Öl von historischen Bauten wie Burgen, Schlössern, Stadttoren, Kirchen und Parkanlagen aus der Region. Dabei legte er ausdrücklich auf die Feststellung wert, dass die Konturen der Gebäude im Original abgebildet sind, jedoch ein großer Bereich auf den Gemälden seiner künstlerischen Phantasie entspringt. Um die Ölgemälde lebendig wirken zu lassen, hat der Künstler Abbilder berühmter Personen der jeweiligen Epoche eingefügt. So ist neben Gustav Friedrichh Dinter, der Theologe und Pädagoge aus Borna, Napoleon, Hoheiten des Mittelalters oder gar der am Bau des Völkerschlachtdenkmal beteiligte Architekt und gebürtige Bornaer, Clemens Thieme verewigt. „Allerdings“, erklärte er, „ist die Einfügung der Personen ebenfalls nur ein Stilmittel, 100 prozentig richtig ist die jeweilige Zuordnung auf den Bildern nicht.“ Als eines der letzten Bilder der Ausstellung beschrieben Herr Kokot und Herr Waberzeck die malerischen und geschichtlichen Hintergründe zum Schloss in Kitzscher, welches in seinem Aussehen dem Jahre 1770 entspricht, jedoch in den Jahren danach nochmals kräftig verändert wurde.
 
Zum Abschluss wies der Heimatvereinsvorsitzende darauf hin, dass die Ausstellung an jedem Sonntag in der Zeit von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu sehen sei. Der Heimatverein heißt die Besucher dabei herzlich Willkommen. Der Eintritt ist wie immer kostenlos.
 
Schumann
Öffentlichkeitsarbeit
 
Vorschaubild: Siegmund Kokot (Mitte) erklärt hier anschaulich die Hintergründe zu den Werken der Stadttore in Borna
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